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Franz-Kobell-Ausstellung in der Pinakothek

Franz Kobell (1749–1822) steht wie nur wenige andere Künstler zwischen den Epochen. Er griff die Tradition der idyllischen Landschaftsmalerei auf, die von Claude Lorrain ausgehend im 18. Jahrhundert eine letzte Blüte erlebte. Zugleich fand er zu einer völlig neuen Naturauffassung, wie sie für das 19. Jahrhundert wegweisend wurde.

Kobells frühe Zeichnungen zeigen arkadische Ideallandschaften, in denen die spannende Kombination zerklüfteter Bergmassive, wilder Schluchten mit eindrucksvollen Wasserfällen und ruhigem Weideland in immer neuen Konstellationen variiert wird. Neben den schönsten Beispielen aus dem Bestand der Staatlichen Graphischen Sammlung führt eine Neuerwerbung, ein Buch mit fast zweihundert Blättern, diese pastoralen Landschaften besonders eindringlich vor Augen. Kobells Landschaftskunst wirkt dabei wie das abschließende Resümee einer zweihundertjährigen Tradition.



Denn seit den Jahren um 1800 schuf Kobell parallel zu diesen Feder- auch monochrome Pinselzeichnungen, in denen er Flussufer, Stromschnellen in der Isar sowie das Baumdickicht der Flussauen und Landschaftsgärten in der Umgebung Münchens zum Ausgangspunkt nahm. Er entdeckte dabei nahezu abstrakte Strukturen in der Natur, die ihn zu spannungsvollen Kompositionen anregten. Diese Zeichnungen weisen damit weit über Kobells Zeit auf den Realismus des 19. und die gegenstandslose Malerei des 20. Jahrhunderts hin. Denn er beobachtet nicht nur Details der Natur, wie dies viele seiner Zeitgenossen taten, sondern entwickelt daraus Bildstrukturen, die wohl erst Betrachter wirklich verstehen können, deren Blick durch die Kunst des 20. Jahrhunderts geschult wurde.

Die Staatliche Graphische Sammlung München stellt aus eigenem Bestand und aus Privatsammlungen diese beiden Aspekte der Landschaftsmalerei anhand von ca. 140 Exponaten und einigen Klebebänden und Alben einander gegenüber. Das neu erworbene Buch wird in einer Computer-Präsentation dem Besucher vollständig zugänglich gemacht.

Franz Kobell ist bis heute weniger bekannt als sein Bruder Ferdinand (1740-1799) oder sein Neffe Wilhelm von Kobell (1766-1855). Die Ausstellung möchte in der Gegenüberstellung seines traditionsverbundenen Werks und seiner avantgardistischen Bilderfindungen ihn für die Kunstgeschichte und für unseren heutigen Blick entdecken.

Es erscheint ein Katalog (ca. 120 Seiten, ca. 60 Farbabbildungen) mit Texten von Thomas Herbig und Andreas Strobl.

Führungen:

FR 13.5.| DO 7.7.| DO 21.7. jeweils 18.00

Kurator der Ausstellung: Andreas Strobl
www.pinakothek.de
 
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