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Glenn Gould vs. Glenn Gould Eine musikalische Theaterperformance

Glenn Gould ist eine Legende; Jahrhunderttalent ebenso wie Jahrunderexzentriker. Der Regisseur Gert Pfafferodt bringt ihn nun auf die Bühne und unternimmt mit „Glenn Gould vs. Glenn Gould“ den Versuch einer Annäherung an die Figur des ebenso verschro

Mit Danny Exnar und Christopher Robson
Regie: Gert Pfafferodt / Bühne: Bernd Zimmer
Texte: Glenn Gould und T.S. Eliot / Musik: J. S. Bach, Richard Wagner und Arthur Hamilton

Uraufführung: 18. und 19. Oktober 2011, jeweils 20.00 Uhr
Ort: Carl-Orff-Saal im Gasteig (Rosenheimer Straße 5, 81667 München)
Weitere Vorstellungen: Februar 2012, Black Box im Gasteig

Karten: 25,– 21,– 17,– 12,– (erm.) Euro
Tel: 089. 54818181,

Glenn Gould ist eine Legende, der „James Dean der klassischen Musik“. Mit nur 23 Jahren machte ihn seine Einspielung der Bach’schen „Goldberg-Variationen“ weltberühmt. Sieben Jahre später, auf der Höhe seines Ruhmes, beschließt Gould fortan keine Konzerte mehr zu geben. Dieser Abschied vom Konzertbetrieb wird der Beginn einer beispiellosen Musikerkarriere. In der Einsamkeit, der „mondartigen Geborgenheit“ (Gould) seines Tonstudios erarbeitet er eine riesige Diskografie und kündigt an, mit 50 Jahren das Klavierspielen aufzugeben. Er stirbt 1982, neun Tage nach seinem 50sten Geburtstag. Für viele „DER moderne Interpret des 20sten Jahrhunderts“, ist er nicht nur Jahrhunderttalent, sondern auch Jahrhundertexzentriker.

Der Regisseur Gert Pfafferodt zeigt mit „Glenn Gould vs. Glenn Gould“, das man „Variationen über Glenn Gould“ nennen könnte, nicht nur den genialen Sonderling, sondern auch den Mann hinter der Musik. Er arbeitet mit Texten des Pianisten. Musik und Wort fließen hier zu einem Panorama zusammen, das nicht biografische Nacherzählung anstrebt, sondern verschiedene Facetten und Möglichkeiten der Person Glenn Gould ausleuchtet.

Von dem alten Kirchenlied ``Jesus Born in Bethlehem“ – Teil von Goulds Kindheit im britisch-puritanisch geprägten Toronto der 30er Jahre – über dessen Erfolge mit den Werken Bachs, bis hin zu Wagners Liebestod aus Tristan und Isolde, an dessen Transkription für Klavier Gould sich abarbeitete, reicht dabei die musikalische Spannweite des Abends. Aus den Worten Goulds vermittelt sich ein Eindruck von seinem Humor und seiner Intelligenz, von seiner Hingabe an die Musik und seinem Bedürfnis nach Einsamkeit. Einziger Fremdtext im Stück ist T.S. Eliotts „The Love Song of J. Alfred Prufrock“, Goulds Lieblingsgedicht.

Was die Aufführung will hätte Glenn Gould verabscheut: ihn, den Eremiten, dem Publikum näher zu bringen, ihn aus seiner selbst gewählten Einöde zu entführen und ihm zu ermöglichen was „er nie gelernt hatte: die Nähe des Publikums zu genießen“ (Gould). In Danny Exnar und Christopher Robson fand Gert Pfafferodt ideale Darsteller.“ Ist doch Exnar nicht nur Schauspieler, sondern auch Pianist und eröffnet damit dem Abend die Möglichkeit, alle Musik live zu präsentieren. Robson wiederum, Countertenor und in München durch seine zahlreichen Auftritte an der Staatsoper bekannt, findet Ausdruck für die abgründigen Aspekte von Goulds Persönlichkeit.

Geheimnisvoll und die Phantasie der Öffentlichkeit übermäßig beschäftigend ist dabei sicherlich Goulds Verhältnis zu Frauen. Pfafferod treibt in „Glenn Gould vs. Glenn Gould“ mit einer der Anekdoten um den Pianisten sein theatrales Spiel. Der Exzentriker verehrte Barbra Streisand, deren Zurückhaltung, Musikalität und Intelligenz ihn beeindruckten. Bei Aufnahmen im benachbarten Studio, kam die Streisand zu Gould: “I only wanted to say that I am a great fan, and, by the way, I am Barbra Streisand”. Dem Pianisten kam außer einem lapidaren „I know.“ nichts über die Lippen. In „Glenn Gould vs. Glenn Gould“ bekommt die Geschichte eine andere Wendung, und Barbra singt für ihn „Cry me a river“.

Es ist Christopher Robson, der hier Streisand verkörpert, ein anderes Mal J. S. Bach, und schließlich sind er und Danny Exnar auch einfach Kollegen, die sich der kochkomplexen und zerrissenen Person des Pianisten anzunähern versuchen.

Das Bühnenbild schuf der bekannte Maler Bernd Zimmer. Es ist eine seiner seltenen Arbeiten für das Theater und für „Glenn Gould vs. Glenn Gould“ hat er nicht nur Bilder geschaffen (seinem Cosmos-Zyklus zugeordnet), sondern auch erstmals in seiner Karriere ein Mobile.
 

 
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