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Weibliche Avantgarde in der Architektur der zwanziger Jahre

Aus der Geschichte der modernen Architektur sind nur wenige Namen von Frauen – zum Beispiel Eileen Gray, Lilly Reich oder Margarete Schütte-Lihotzky – allgemein bekannt. Die Ausstellung »Die Neuen kommen! Weibliche Avantgarde in der Architektur der zwanziger Jahre« zeigt erstmals sowohl die Vielzahl von Architektinnen, Künstlerinnen, Designerinnen, Filmemacherinnen und Architekturtheoretikerinnen als auch deren vielfältigen Einfluss auf die Avantgarde-Architektur der zwanziger Jahre.

Entwerfen und Bauen, Schreiben und Theoretisieren über Architektur sowie das Fotografieren und Filmen der Bauten der Weimarer Zeit war für eine neue Generation von Frauen zum Beruf und zur künstlerischen Aufgabe geworden.

Die »Neuen Frauen«, die in den zwanziger Jahren in größerer Zahl an den Technischen Hochschulen und am Bauhaus Architektur oder Design studierten, wollten das moderne Leben mitgestalten. Diese weibliche Architektur-Avantgarde suchte nach funktionalen und einfachen Lösungen. Sie wollte das Bauen und Wohnen in Einklang bringen mit der neuen Zeit und den Vorstellungen von einem »neuen Menschen«, den beispielsweise Adolf Behne in dem 1927 publizierten Architekturklassiker »Neues Wohnen, Neues Bauen« postulierte: »Neues Bauen setzt voraus ein neues Wohnen [...] neues Wohnen aber setzt voraus den neuen Menschen.«

In der Ausstellung werden Architekturfotografien, Zeichnungen und Dokumente sowie Möbel, Skulpturen und Gemälde präsentiert. Vieles davon kommt aus Privatbesitz und war bislang unbekannt. Ergänzend sind Tondokumente und Filme aus den zwanziger Jahren zu hören und zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten der Bauhaus-Architektinnen Friedl Dicker und Kath Both, Möbel von Lilly Reich und Werke von Sophie Taeuber-Arp. Magarete Schütte-Lihotzkys berühmte »Frankfurter Küche«, die sie 1926 für Ernst Mays »Neues Frankfurt« entwickelte, ist mit einem begehbaren Original ausgestellt. Neben Skizzen und Zeichnungen der Architektinnen Lucy Hillebrand, Marlene Moeschke-Poelzig oder Gretel Norkauer sind auch Fotografien und Zeichnungen der Münchner Architektin Hanna Loev zu sehen, die bei Robert Vorhoelzer in der Münchner Postbauschule tätig war.

Die Ausstellung basiert auf einem Forschungsprojekt, das am Institut für Bau- und Stadtbaugeschichte an der TU Braunschweig von den beiden Architekturhistorikerinnen Ute Maasberg und Regina Prinz erarbeitet wurde. Eines der zentralen Forschungsergebnisse ist eine Datenbank mit den Namen von über 1300 Frauen, die vor 1945 ihre Ausbildung im Bereich Architektur absolvierten. Dieses umfassende Archiv wird in Kürze ins Netz gestellt und kann dann weiter ergänzt werden.

Die Ausstellung wird nach Stationen im Meisterhaus Kandinsky/Klee in Dessau, im Kestner Museum und im Laveshaus der Architektenkammer Niedersachsen in Hannover nun in wesentlich erweiterter Form im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne gezeigt. Das Projekt wurde gefördert von der Stadt Dessau, Stiftung Bauhaus Dessau, Lotto Toto Sachsen-Anhalt, HOCHTIEF, Sparkasse Dessau, maecenia Frankfurt. Die Münchner Ausstellung wird von E.ON Energie-AG und dem Ziegelzentrum Süd e.V. unterstützt.

Der im Junius Verlag Hamburg erschienene Katalog umfasst 171 Seiten mit circa 100 Abbildungen und ist im Museumsshop für 19.90 Euro und im Buchhandel für 29 Euro erhältlich.

Führungen:

21.04.05 | 18.00

05.05.05 | 18.00

19.05.05 | 18.00

02.06.05 | 18.00

Pinakothek der Moderne
www.pinakothek.de

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